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Was ist der Unterschied zwischen einer Trennwand und einer Außenwand?

Eine Außenwand grenzt ans Freie und muss Wetter, Kälte und Feuchtigkeit draußen halten. Eine Trennwand steht im Inneren der Wohnung und teilt Räume. Die Dicke verrät meist, um welche es sich handelt.

Kurze Antwort: Eine Außenwand ist die Klimahülle des Hauses: Sie grenzt ans Freie, ist gedämmt und muss Wind, Regen, Kälte und Feuchtigkeit draußen halten. Sie ist typischerweise 25-40 cm dick und fast immer tragend. Eine Trennwand steht im Inneren der Wohnung und teilt sie in Räume. Sie ist typischerweise 7-12 cm (leichte Gipskarton- oder Holzwand) oder 12-25 cm (gemauert), ist nicht gegen das Wetter gedämmt und kann tragend sein oder nicht. Die Dicke ist das schnellste Erkennungsmerkmal — aber ob eine Innenwand etwas trägt, kann nur ein bauverständiger Berater oder ein Ingenieur feststellen.

Die Außenwand: die Jacke des Hauses

Eine Außenwand trennt das Innenraumklima der Wohnung vom Wetter. Sie hat vier Aufgaben gleichzeitig, und deshalb ist sie dick:

Typische Außenwanddicken (messen Sie immer selbst nach — hier geht es um Größenordnungen):

Am einfachsten misst man eine Außenwand in einer Fensterlaibung: Messen Sie von der Innenfläche zur Außenfläche, am besten am unteren Rand des Fensters. Gibt es eine tiefe Fensterbank, auf die eine Tasse passt, sitzen Sie in einem Haus mit dicken Außenwänden — und diese Zentimeter sind Quadratmeter, die Sie nicht möblieren können.

Die Trennwand: der Raumteiler

Eine Trennwand steht im Inneren der Wohnung und hat keine Verpflichtungen gegenüber dem Wetter. Sie soll Räume teilen und oft Schall dämpfen. Es gibt zwei Haupttypen:

Eine Trennwand zwischen zwei Wohneinheiten — eine Wohnungstrennwand oder eine Reihenhauswand — ist eine ganz andere Sache. Sie ist dick (oft 25-40 cm, manchmal doppelt mit einem Hohlraum dazwischen), und sie ist aus Brand- und Schallschutzgründen so gebaut. Sie darf nie ohne Fachperson angetastet werden, und ein Eingriff in sie muss von der Behörde genehmigt werden, egal was sie trägt.

Fünf Merkmale, die Sie selbst sehen und messen können

  1. Die Dicke. Unter 13 cm: fast immer eine innenliegende Trennwand. Über 25 cm: wahrscheinlich Außenwand oder Wohnungstrennwand. Messen Sie in einer Tür- oder Fensterlaibung.
  2. Sitzt ein Fenster darin? Fenster sitzen in Außenwänden. Das ist trivial, aber es ist auch das sicherste Merkmal, das es gibt.
  3. Ist sie kalt? Legen Sie an einem Wintertag die Hand auf die Wand. Eine ungedämmte Außenwand ist spürbar kälter als eine Trennwand mitten im Haus. Das sagt nichts darüber aus, ob die Wand trägt — nur, wohin sie zeigt.
  4. Sitzen Heizkörper darunter? Heizkörper werden traditionell unter Fenstern in Außenwänden platziert, weil dort die Kälte hereinkommt.
  5. Passt sie zum Grundriss? Halten Sie den Umriss der Wohnung an die Wirklichkeit. Alle Wände, die auf dem Umriss liegen, sind Außenwände. Alles innen sind Trennwände oder tragende Innenwände.

Die wichtigste Falle: "Trennwand" heißt nicht "darf abgerissen werden"

Viele benutzen das Wort Trennwand als Synonym für "eine Wand, die nichts trägt". Das ist falsch, und es ist eine teure Verwechslung.

Eine Trennwand ist über ihre Lage definiert — im Inneren der Wohnung — nicht über ihre Funktion in der Konstruktion. Viele Einfamilienhäuser haben eine tragende Innenwand mitten im Haus, die das Haus der Länge nach teilt und die Dachkonstruktion oder die Geschossdecke trägt. Sie sieht wie eine gewöhnliche Wand aus, sie kann verputzt und gestrichen sein wie alle anderen, und trotzdem hält sie das Dach.

Deshalb gilt: Festzustellen, dass eine Wand keine Außenwand ist, sagt nichts darüber aus, ob sie entfernt werden kann. Ob eine Innenwand tragend ist, kann nur ein bauverständiger Berater oder ein beratender Ingenieur feststellen, der die Wand und das Haus gesehen hat. Keine App kann das beantworten — auch HouseSense nicht. Eine App kann die Wand vermessen. Sie kann nicht feststellen, was die Wand trägt. Und wird eine tragende Wand entfernt, muss die Arbeit von der Behörde genehmigt werden, bevor sie beginnt.

Warum der Unterschied für Ihre Quadratmeter etwas bedeutet

Die Unterscheidung zwischen Außenwand und Trennwand ist auch der Grund, warum Ihre eigene gemessene Fläche typischerweise kleiner ist als die im amtlichen Wohnungsregister eingetragene. Das Prinzip ist in den meisten Ländern dasselbe: Das Register erfasst die Wohnfläche gemessen bis zur Außenseite der Außenwände, während Sie selbst von innen Wand zu Wand messen. Der Unterschied ist die gesamte Dicke der Außenwand rundherum.

Rechenbeispiel: Ein Haus misst außen 9,60 m × 8,40 m = 80,6 m². Die Außenwände sind 35 cm dick, sodass es innen (9,60 − 0,70) × (8,40 − 0,70) = 8,90 × 7,70 = 68,5 m² werden. Das sind 12 m², oder 15 %, die in den Außenwänden verschwinden — und dazu kommen noch die innenliegenden Trennwände, die ebenfalls Platz einnehmen. Zwei Häuser mit derselben registrierten Fläche können innen mehrere Quadratmeter Unterschied haben, allein weil das eine dickere Außenwände hat.

Genau diesen Unterschied macht HouseSense sichtbar: Die App misst innen, wie Sie es selbst mit einem Maßband tun würden, und erfasst die Dicke jeder Wand — sowohl Außenwände als auch Trennwände — wenn Sie die Wohnung scannen oder zeichnen. So können Sie Ihre eigene Zahl mit der registrierten vergleichen und wissen, warum sie sich unterscheiden. Die amtliche Zahl bleibt die amtliche — Ihre eigene ist die, über die Sie ein Maßband spannen können.

Kurz zusammengefasst

Laden im App Storefür iPhone und iPad — zeichnen oder scannen

Ein Zuhause ist gratis. Pläne für mehr in der App.

Diese Artikel sind allgemeine Hinweise, keine Beratung zu deiner konkreten Wohnung. Regeln zu Flächen, Bauarbeiten und Genehmigungen unterscheiden sich von Land zu Land und ändern sich — frage vor jeder Entscheidung die Behörden oder eine Fachperson.