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Passt das Bett ins Schlafzimmer – und kommt es überhaupt hinein?

Rechnen Sie mit 70 cm freier Bodenfläche an jeder Seite des Bettes und 70 cm am Fußende: Ein Doppelbett mit 180 × 200 cm braucht deshalb ein Schlafzimmer von mindestens 3,20 × 2,70 m.

Kurze Antwort: Ein Bett passt ins Schlafzimmer, wenn mindestens 70 cm freie Bodenfläche an jeder Seite bleiben, an der man ein- und aussteigt, und 70 cm am Fußende, wenn man daran vorbeigehen können muss. Ein Doppelbett mit 180 × 200 cm braucht deshalb eine freie Bodenfläche von mindestens 3,20 × 2,70 m. Soll gleichzeitig ein Kleiderschrank mit Drehtüren dort stehen, kommen 90-100 cm vor dem Schrank oben drauf. Und denken Sie an den Transport: eine Boxspringmatratze mit 90 × 200 cm kann keine Ecke zwischen zwei 100 cm breiten Gängen drehen – sie muss hochkant gekippt werden.

Die Maße des Bettes – und die Zahlen, die verwechselt werden

Bettmaße variieren von Land zu Land – die gängigen europäischen sind 90 × 200 cm (Einzelbett), 120 × 200 cm (Anderthalbbett), 140 × 200 cm (das klassische Doppelbett), 180 × 200 cm (zwei 90er nebeneinander, das häufigste bei einem Boxspring- oder Kastenbett) und 180 × 210 cm für große Menschen.

Die Zahl auf der Matratze ist nicht das Maß des Bettes. Der Bettrahmen ist typischerweise 2-10 cm breiter und länger als die Matratze, und ein Kopfteil addiert 5-12 cm zur Länge. Ein Bett, das als „180 × 200" verkauft wird, nimmt mit Kopfteil deshalb leicht 188 × 212 cm auf dem Boden ein. Das reicht, um eine Nische, die Sie ausgerechnet hatten, zu kurz werden zu lassen. Messen Sie immer das Außenmaß des Bettes inklusive Kopfteil und Füße, nicht das Matratzenmaß.

Die Rechnung für die Raumgröße

Die freie Bodenfläche, die das Bett braucht, ist das Außenmaß des Bettes plus der Abstand auf jeder Seite. Die Abstände sind:

Beispiel 1 – Doppelbett mit Zugang von beiden Seiten. Bett: 180 × 200 cm. 70 cm auf jeder Seite, 70 cm am Ende.
Breite: 180 + 70 + 70 = 320 cm. Länge: 200 + 70 = 270 cm. Freie Bodenfläche: 3,20 × 2,70 m = 8,6 m².

Beispiel 2 – 140er-Bett in einem kleinen Zimmer. Bett: 140 × 200 cm mit Kopfteil, Außenmaß 146 × 210 cm. 70 cm auf der einen Seite, 60 cm auf der anderen, das Bett steht mit dem Kopfende an der Wand.
Breite: 146 + 70 + 60 = 276 cm. Länge: 210 + 70 = 280 cm. Ein Zimmer mit 2,80 × 2,80 m reicht also gerade so – und für einen Schrank ist kein Platz mehr.

Beispiel 3 – Einzelbett an der Wand. Bett: 90 × 200 cm, die Längsseite an der Wand. Nur 70 cm auf der freien Seite.
Breite: 90 + 70 = 160 cm. Länge: 200 + 60 = 260 cm – die 60 cm am Fußende reichen zum Vorbeigehen, nicht zum Stehen. Ein Kinderzimmer mit 1,60 × 2,60 m fasst ein Bett – aber sonst nichts.

Der Kleiderschrank ist das, was die Rechnung durcheinanderbringt

Ein Kleiderschrank ist 55-65 cm tief, und die Türen müssen sich öffnen lassen. Addieren Sie deshalb zum Maß des Schlafzimmers:

Praktische Konsequenz: Ein Schlafzimmer mit 3,20 m Breite und einem 180er-Bett hat genau null Platz für einen Schrank entlang der Seitenwand. Der Schrank muss entweder am Fußende stehen, in einem anderen Raum, oder das Bett muss zur einen Seite gerückt werden, sodass die eine Bettseite nur 60 cm hat.

Kommt das Bett überhaupt in den Raum?

Hier werden viele überrascht, und das ist bei Betten schlimmer als bei den meisten Möbeln, weil das kritische Maß des Bettes die 200 cm in der Länge sind. Ein Bett ist starr, wenn es zusammengebaut ist, und die meisten Boxspring- und Kastenbetten werden in zwei Hälften à 90 × 200 cm geliefert, die sich nicht falten lassen.

Durch die Tür: eine Boxspringmatratze mit 90 × 200 cm und 35 cm Höhe wird auf der Seite getragen. Dann muss die Türöffnung das kleinste Maß aufnehmen – die 35 cm –, und das schafft jede gewöhnliche Tür. Die Tür ist bei einem Bett selten das Problem.

Um die Ecke: hier scheitert es. Ein starrer Gegenstand mit 90 cm Breite kann in einer Ecke zwischen zwei 100 cm breiten Gängen nur 103 cm lang sein. Sind beide Gänge 90 cm breit, liegt die Grenze bei 75 cm – also kürzer, als das Bett breit ist, und dann kommt nichts um die Ecke. Ein 200 cm langer Bettrahmen kann deshalb nicht flach um eine gewöhnliche Ecke in einem Gang gedreht werden.

Die Lösung ist, ihn hochkant zu kippen. Wird der Bettrahmen auf die Kante gestellt, beträgt sein Fußabdruck auf dem Boden nur 90 × 35 cm, und dann spielt die Ecke keine Rolle mehr. Dafür muss die Raumhöhe größer sein als die Länge des Bettes plus Bewegungsspielraum: mindestens 215-220 cm lichte Höhe für einen 200 cm langen Bettrahmen. Das haben die meisten Wohnungen, aber nicht alle Keller, Dachkammern und Treppenhäuser. Messen Sie die lichte Höhe im Gang und über der Treppe vor dem Liefertag – nicht am Tag selbst.

Schrägen: in einem Dachzimmer entscheidet nicht die Fläche des Raums über den Platz für das Bett, sondern die Höhe genau dort, wo das Bett stehen soll. Rechnen Sie damit, dass man im Bett aufrecht sitzen können muss: Messen Sie die lichte Höhe 60-70 cm von der Schräge entfernt, am Kopfende des Bettes, und sorgen Sie dafür, dass dort mindestens 90-100 cm frei sind.

Prüfen Sie es am Grundriss, bevor Sie bestellen

Alle Zahlen in diesem Artikel sind Innenmaße: die freie Breite des Raums, die schmalste Stelle des Gangs, die lichte Türbreite und die Raumhöhe. Keine davon steht im amtlichen Gebäuderegister, das die Fläche der Wohnung meist gemessen bis zur Außenseite der Außenwände angibt.

Scannen Sie das Schlafzimmer mit dem LiDAR des iPhones in HouseSense, erhalten Sie die Innenmaße raumweise und einen maßhaltigen Grundriss, in den Sie das Bett einsetzen und sehen können, wie viel Boden an den Seiten übrig bleibt. Aber wenn die Marge nur wenige Zentimeter beträgt – und bei einem Bett ist das fast immer der Fall –, prüfen Sie es vor Ort mit dem Zollstock nach. Der Grundriss darf hübsch sein; die Zahlen dürfen es nicht sein.

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Diese Artikel sind allgemeine Hinweise, keine Beratung zu deiner konkreten Wohnung. Regeln zu Flächen, Bauarbeiten und Genehmigungen unterscheiden sich von Land zu Land und ändern sich — frage vor jeder Entscheidung die Behörden oder eine Fachperson.