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Muss ich grundieren, bevor ich streiche — und wie viel Grundierung braucht es?

Grundieren Sie immer bei neuem, saugendem, fleckigem oder glänzendem Untergrund. Grundierung reicht für 8-12 m² pro Liter und spart meist eine ganze Schicht teure Deckfarbe.

Kurze Antwort: Grundieren Sie, wenn der Untergrund neu, saugend, fleckig oder glänzend ist — also neuer Gips, frisch gespachtelte Flächen, unbehandelter Putz oder Holz, Wasserflecken, Nikotin oder alte glänzende Farbe. Grundieren Sie nicht, wenn die Wand sauber, matt, bereits gestrichen ist und dieselbe Art Farbe wieder bekommen soll. Grundierung reicht typischerweise für 8-12 m² pro Liter in einer Schicht: Ein Raum mit 34 m² Wandfläche braucht 3-4,5 Liter. Grundierung ist pro Liter günstiger als Deckfarbe und spart in der Regel eine ganze dritte Schicht.

Was Grundierung tatsächlich bewirkt

Grundierung löst drei verschiedene Probleme, und jedes hat sein eigenes Produkt. Deshalb hat die Frage "muss ich grundieren?" keine einzige Antwort — es kommt darauf an, was mit der Wand nicht stimmt.

Wann sollten Sie grundieren — und wann nicht?

Immer grundieren

Sie können es ruhig lassen

Wie viel Grundierung braucht es?

Grundierung wird in einer Schicht aufgetragen, nicht in zwei. Die Ergiebigkeit wird meist mit 8-12 m² pro Liter angegeben, aber auf einem stark saugenden Untergrund reicht sie kürzer — rechnen Sie mit dem unteren Wert, und mit bis zu 6-8 m² pro Liter auf neuem, unbehandeltem Putz.

Beispiel, ein Raum: 4,20 × 3,60 m mit 2,50 m Raumhöhe ergibt 34 m² Netto-Wandfläche (die Wandfläche minus Tür und Fenster). 34 ÷ 10 = 3,4 Liter. Mit Verschnitt: 3-4,5 Liter Grundierung — also ein 5-Liter-Eimer.

Beispiel, ganze Wohnung: 160 m² Wand ÷ 10 = 16 Liter. Sollen auch die Decken grundiert werden, kommen 75 m² hinzu: weitere 7-8 Liter. Insgesamt 20-25 Liter für eine 80 m² große Wohnung, wenn alles neu ist.

Die Rechnung, die zeigt, warum sich Grundierung lohnt

Nehmen Sie einen Raum mit frisch gespachtelten Wänden, 34 m² netto, und zählen Sie Liter statt Geld.

Ohne Grundierung: Der saugende Untergrund erfordert praktisch drei Schichten Deckfarbe, bevor die Fläche gleichmäßig ist. 34 × 3 = 102 m², und die erste Schicht saugt zusätzlich, also rechnen Sie mit 6 m² pro Liter: ca. 17 Liter Deckfarbe — und dreimal so viel Arbeit.

Mit Grundierung: 3,5 Liter Grundierung plus zwei Schichten Deckfarbe: 34 × 2 = 68 m² ÷ 7 = ca. 10 Liter Deckfarbe — und zweimal so viel Arbeit.

Sie tauschen also sieben Liter der teuersten Farbe und eine ganze Arbeitsschicht gegen dreieinhalb Liter der billigsten. Der einzige Mehraufwand ist ein weiterer Trocknungstag. Auf einem Untergrund, der nicht saugt, kehrt sich die Rechnung um: Dort ist Grundierung eine überflüssige Schicht.

Vier Fallen, die Farbe kosten

Wie lange muss die Grundierung trocknen?

Die Trockenzeit steht auf dem Eimer und ist nicht verhandelbar — besonders nicht bei Sperrgrundierung. Als Größenordnung ist wasserbasierte Grundierung nach 2-6 Stunden überstreichbar, während Sperrgrundierung gegen Wasserflecken, Nikotin und Astlöcher oft 6-24 Stunden braucht. Wird zu früh gestrichen, kann die Deckfarbe die Grundierung aufweichen, und das Durchschlagen kommt trotzdem.

Die Trockenzeit setzt außerdem normale Raumtemperatur und normale Luftfeuchtigkeit voraus. In einem kalten, feuchten Raum — einem unbeheizten Keller oder einem frisch renovierten Bad — kann sie sich leicht verdoppeln. Lüften Sie, halten Sie die Temperatur, und verlassen Sie sich nicht darauf, dass sich die Fläche trocken anfühlt: Die Oberfläche trocknet lange vor der Schicht darunter.

Grundierung sollte auch nicht zu lange stehen, bevor sie überstrichen wird. Manche Produkte geben ein Zeitfenster an — zum Beispiel überstreichbar nach 4 Stunden, aber spätestens nach ein paar Wochen — weil die Haftfähigkeit nachlässt, wenn die Schicht vollständig ausgehärtet und verstaubt ist. Lesen Sie die Anleitung auf dem Eimer; sie geht immer vor einem Artikel.

Die Fläche, auf der die Zahl beruht

Sowohl Grundierung als auch Deckfarbe werden aus derselben Fläche berechnet: der Netto-Wandfläche — der Umfang des Raums mal Raumhöhe, minus Türen und Fenster. HouseSense berechnet sie aus der eigenen Geometrie der Wohnung, Raum für Raum, egal ob die Wohnung mit dem LiDAR des iPhones gescannt oder in der App auf Millimeterpapier gezeichnet wurde. Von dort aus sind sowohl Grundierung als auch Deckfarbe dieselbe kleine Rechnung: Fläche ÷ Ergiebigkeit, mal Anzahl der Schichten, plus Verschnitt.

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Diese Artikel sind allgemeine Hinweise, keine Beratung zu deiner konkreten Wohnung. Regeln zu Flächen, Bauarbeiten und Genehmigungen unterscheiden sich von Land zu Land und ändern sich — frage vor jeder Entscheidung die Behörden oder eine Fachperson.